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In dieser Video Serie Beantwortet Prof. Dr. David Martin Fragen rund um das Thema Fieber. Sie ist in Zusammenarbeit mit Dr. Valentin Wember und dem Stratos Verlag entstanden. (Für eine Ähnliche Serie in englischer Sprache klicken Sie oben auf

Was tun bei Fieber? Dr. David Martin erklärt

Lange Jahre wurde Fieber als Gefahr angesehen, die streng unterdrückt werden sollte. Heute ändert sich diese Haltung. Studien zeigen inzwischen deutlich, dass Fieber eine hoch wirksame Antwort des Körpers ist, um Viren und Bakterien zu bekämpfen.

Der Kinderarzt Prof. Dr. David Martin beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Fieber und stellt die Gesichtspunkte der Anthroposophischen Medizin zum Fieber in den Zusammenhang der aktuellen Fieberforschung.

Erfahrung aus dem Klinikalltag

Der Kinderarzt Univ.-Prof. Dr. David Martin spricht mit einer Krankenschwester und einer Assistenzärztin über das Thema Fieber, ihre persönlichen Erfahrungen und Erfahrungen aus dem Klinikalltag sowie über medizinische Gesichtspunkte

Weitere Artikel

In der Folgenden Auflistung sind verschiedene Themen relevante Artikel verlinkt:

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Empfehlungen für Eltern

Ergänzende Empfehlungen für Eltern zum Umgang mit Fieber bei Infekten

WARM UP TO FEVER – ADVICE TO PARENTS·DIENSTAG, 14. FEBRUAR 2017

Prof. Dr. med. David Martin, Tübingen University and Filderklinik

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Liebe Eltern, Jedes gesunde Kind bekommt von Zeit zu Zeit eine fieberhafte Krankheit. Dennoch fühlen sich viele Eltern mit einem fiebrigen Kind unsicher oder haben Angst. Aber was genau ist mit Fieber gemeint, was können Sie tun und was ist wichtig?

FRAGE: „Meine Partnerin ist mit der Vorstellung aufgewachsen, dass Fieber gefährlich ist und abgesenkt werden sollte – ihre Cousine als 1-jährige eine Meningitis wegen hohem Fieber bekommen und nun hat sie, als Folge, so denkt sie, eine Epilepsie…“ ANTWORT: Dies ist eine sehr häufige und verständliche Ursache für die „Furcht vor Fieber“ (Fieberphobie). Diese Angst ist auf eine Verwechslung zwischen Ursache und Wirkung zurückzuführen. Das Fieber verursachte nicht die Epilepsie. Das Fieber war eine gesunde Reaktion gegen die Pathogene, die die Meningitis verursachten. Es könnte sogar sein, dass das Kind sich besser gegen Meningitis und nachfolgende Epilepsie hätte schützen können, wenn es die richtige Unterstützung bei der Entwicklung und Erhaltung des Fiebers bekommen hätte: Antipyretika (Fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol du Ibuprofen) können auch die Symptome unterdrücken und damit die richtige Diagnose und Antibiotikatherapie verzögern (Antibiotika sind häufig bei fiebrigen Kindern nicht notwendig, müssen aber unverzüglich gegeben werden, wenn Anzeichen einer Meningitis auftreten). Fieber verbessert die Immunabwehr gegen Bakterien, die Meningitis verursachen, und Antibiotika wirken bei febrilen Temperaturen besser (1)(2)(3)(4).

Empfehlungen und Ideen zum Umgang mit Fieber:Entspannen Sie sich. Wenn Sie ängstlich sind, kann Ihr Kind nicht entspannen und das Fieber tolerieren. Stellen Sie dann sicher, dass das Kind kein Symptom hat, das sofortigen ärztlichen Rat erfordert (siehe Fragen und Antworten (Q&A) unten: „Wann muss ich einen Arzt aufsuchen?“). – Seien Sie nahe, innerlich und äußerlich. Sehen Sie fieberhafte Krankheiten als Möglichkeiten, Beziehungen zu pflegen. Kerzenlicht, Lieder, Geschichten können hilfreich sein, oder einfach nur Ihre ruhige Präsenz. Elektronische Medien sind kein Ersatz und sollten auf einem Minimum gehalten werden (siehe Q&A unten: „Was ist mit Medien?“). – Seien Sie positiv. Positive Menschen leben länger und gesünder. Seien Sie ein gutes Beispiel für Ihr Kind; positiv und friedlich angesichts von Herausforderungen und Rückschläge sein. Fragen Sie sich immer: „Wofür könnte das gut sein?“ – oft zeigt sich, dass das, was zunächst als Problem erschien, der Anfang von etwas Gutem wurde. – Heißen Sie das Fieber willkommen! Fieber ist ein Freund und kann Infektionen bekämpfen und das Immunsystem entwickeln (siehe wissenschaftliche Fakten unten).

Erst Wärme geben! Stellen Sie sicher, dass das Kind warm ist, wenn die Temperatur steigt. Das Kind wird dann weniger Energie benötigen, um Fieber zu entwickeln, weniger Schüttelfrost, weniger Beschwerden und dies kann sogar bei manchen Kindern Fieberkrämpfe verhindern (siehe auch Q&A unten: „Was ist mit Fieberkrämpfen?“)

Einige Kinder fühlen sich sehr unwohl am Anfang. Bieten Sie Flüssigkeiten an, vorzugsweise warm, sorgen Sie für eine gemütliche Atmosphäre, erzählen Sie ganz kurze, selbst ausgedachte Geschichten oder sprechen Sie kleine Sprüche, singen oder summen Sie. Die Beschwerden dauern in der Regel nicht lange. Wenn Sie Ihr Kind nicht trösten können oder wenn Ihr Kind sich sehr unwohl fühlt, müssen Sie einen Arzt aufsuchen. Kinder bekommen viel seltener als Erwachsene Kopfschmerzen bei Fieber, und brauchen teilweise deshalb Schmerzmittel (siehe Q&A: „Wann muss ich einen Arzt aufsuchen?“).

Lassen Sie das Fieber seine Arbeit tun. Die Temperatur selbst ist nicht die Gefahr, die potentielle Gefahr ist die zugrundeliegende Krankheit, auf die das Kind mit Fieber reagiert. Sobald Sie und/oder Ihr Arzt sichergestellt haben, dass das Kind nichts Gefährliches hat, können Sie sich darauf konzentrieren, die Erfahrung so angenehm wie möglich für alle zu machen. Dies muss nicht mit Fieber unterdrückenden Medikamente (Antipyretika) geschehen: bei ansonsten gesunden Kindern gibt es keine Höchsttemperatur ab der fieberabsenkende Medikamente gegeben werden müssen. In einer ruhigen und sicheren Umgebung können die meisten Kinder hohe Temperaturen ohne Leiden ertragen. Wenn das Kind leidet, können Sie versuchen, natürliche Methoden (5) wie dünne Zitronenscheiben auf die Fußsohlen oder Wadenwickel mit dünnen warmen feuchten Tüchern (viele Eltern verwenden kalte feuchte Tücher, aber die Kälte führt zu Unannehmlichkeiten und Gegenreaktionen, während warme feuchte dünne Tücher keinen Schock für das Kind bedeuten und Wärme dennoch schnell durch Verdampfen abgeben) (für Klistier siehe Q&A).

Dann schonende Kühlung zulassen. Wenn das Kind sich warm bis zu den Füßen anfühlt und, nach einigen Stunden, beginnt zu Schwitzen, können Sie vorsichtig einige Lagen von Decken und Kleidung abzunehmen, damit das Kind nicht unter Wärmestau leidet – aber immer noch genügend Laken und Kleidung belassen, damit sich das Kind bis in die Hände und Füße warm fühlt! In einigen Ländern sind die Patienten angehalten, sehr warm zu schwitzen in diesem Stadium. Der Autor ist sich nicht sicher, wann dies vorteilhaft ist und wann es nur anstrengend ist (siehe auch Q & A).

Trinken und Essen. In der initialen Phase des Fieberanstiegs hat der Köper nur ein Ziel: Temperatur erhöhen! Also erwarten Sie nicht, dass ihr Kind in diese Phase trinken möchte, geschweige denn essen möchte. Bieten Sie einfach Wärme an. Wenn das Plateau des Fiebers erreicht ist, können Sie kleine Schlucke Flüssigkeit anbieten. Wenn später das Fieber etwas nachgelassen hat, wird das Kind noch eher trinken (z. B. warme Getränke wie milder Thymian, Holunderblüten oder Kamillentee (6,7)) oder sogar leichte Lebensmittel wie eine dünne Suppe essen wollen.

Zeigen Sie Ihrem Arzt, dass Sie über den positiven Aspekte von Fieber Bescheid wissen: viele Ärzte verschreiben Antipyretika (fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen), obwohl sie wissen, dass das Fieber selbst nicht gefährlich ist, weil sie denken, die Eltern hätten Angst vor Fieber (8). Informieren Sie Ihren Arzt, dass Sie wissen, dass Fieber eine nützliche Reaktion des Körpers ist.

FRAGEN UND ANTWORTEN (Q & A) FRAGE: Ist Fieber eine Krankheit? ANTWORT: Denken Sie immer daran, dass Fieber selbst nicht die Krankheit ist, es ist da, um dem Körper zu ermöglichen, die Infektion zu bekämpfen. Deshalb schreiben die American Academy of Pediatrics und die UK Nice Guidelines, dass es nicht unterdrückt werden muss (8).

FRAGE: Was sind die Temperaturgrenzen des Fiebers? ANTWORT: Fieber ist definiert als eine Zunahme der Körpertemperatur über 38,5 °C (101,3 °F). Fieber geht selten über 41,7 °C (107,1 °F) und Temperaturen über 42,2 °C (108,0 °F) sind extrem selten. Normales Fieber wird durch den Körper aktiv herbeigeführt und gesteuert und führt daher nicht zu Temperaturhöhen, die den Körper gefährden (9).

FRAGE: Wann müssen wir einen Arzt aufsuchen? ANTWORT: Fieber ist nicht gefährlich, aber die zugrunde liegende Krankheit kann eine Bedrohung für Ihr Kind sein. Hier sind die Anzeichen, die Sie wissen lassen, dass die Krankheit gefährlich sein kann (10):

alle Kinder unter dem Alter von 6 Monaten mit Fieber sollten von einem Arzt am selben Tag gesehen werden, es sei denn, die Erziehungsberechtigten können aufgrund verlässlicher Sachkenntnisse ein solides Urteil fällen, dass das Kind nicht in Gefahr ist.

rufen Sie einen Arzt, wenn Ihr Kind nicht wie gewöhnlich reagiert oder apathisch ist oder sehr komisch wirkt, oder wenn es sich nicht trösten lässt, nicht aufhört zu weinen, oder wenn Sie sich sonst Sorgen machen oder unsicher sind

rufen Sie einen Arzt, wenn Ihr Kind sehr krank oder schlaff wirkt, einen steifen Hals hat, für mehr als 6 Stunden nichts trinkt (Essen ist anfangs nicht wichtig)

rufen Sie einen Arzt, wenn das Fieber mehr als 2 Tage dauert, nur um auf der sicheren Seite zu sein, es sei denn, Ihrem Kind geht es deutlich besser. Bei Fieber, das länger als 3 Tagen anhält, muss unbedingt u.a. der Urin untersucht werden, um eine Harnwegsinfekt auszuschließen.

FRAGE: Was ist Fieber? ANTWORT: Fieber ist die Reaktion des Körpers auf das Eindringen von Bakterien und Viren. Bakterien und Viren verursachen häufig Krankheiten, wenn der Körper (noch) nicht gelernt hat, mit ihnen umzugehen, oder wenn eine Person geschwächt und gestresst ist. Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass das Fieber durch den Körper aktiv erzeugt wird: plötzlich verhält sich der Körper, als ob seine normale Temperatur von etwa 36,5-37ºC (97,3-99,1ºF) zu kalt sei und beginnt zu zittern und Wärme von der Peripherie zurückzuziehen, um die Kerntemperatur zu erhöhen.

FRAGE: Haben Sie eine Art von Animation, die zeigt, wie Fieber ein Freund ist für den Körper, wie es funktioniert, etc.? ANTWORT: Ich habe noch keine gefunden. Vielleicht helfen Sie mir, eine zu erstellen? Hier können Sie Weiteres lesen über die positiven Effekte des Fiebers: (5,11)).

FRAGE: Was ist ein guter Umgang mit Fieber? ANTWORT: Die erste Phase des Fieberns geht mit kalten Händen und Füßen einher und ist mit Schüttelfrost und Wärme- und Ruhe-suchendem Verhalten verbunden. Wenn Sie dies verstehen, dann verstehen Sie, dass ein Kind im Fieberanstieg Wärme braucht und Sie können Ihren Instinkten folgen: legen Sie es in ein warmes Bett, decken Sie es gut zu, geben ihm eine Wärmflasche (ein warmer Kirschkernkissen ist sicherer für Kinder) und warm zu Trinken, bis seine Hände und Füße warm sind und es sich nicht mehr kalt fühlt. Dies ist in der Regel, wenn es das Plateau, den Höhepunkt seines Fiebers, erreicht hat. Es dauert in der Regel eine Stunde oder zwei um das Plateau zu erreichen. Das Fieberplateau kann dann einige Stunden dauern, bevor die Temperatur abnimmt. Wenn das Kind zu schwitzen beginnt und sich selber sehr warm fühlt, können Sie es gerade genug aufdecken, dass es sich nicht erkältet. Normalerweise erhöht sich das Fieber am Abend und ist am nächsten Morgen niedriger, und dieser Zyklus des abendlichen Fieberns kann sich für mehrere Tage wiederholen. (Siehe oben für „Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollen“).

FRAGE: Wenn Sie sagen, „Haben Sie keine Angst vor hohen Temperaturen“, aber was ist, wenn etwas schiefgeht, was sollen wir tun? Wir haben das Gefühl wie müssten das Fieber kontrollieren … „ ANTWORT: Fieber ist nicht die Krankheit. Die Krankheit kann schiefgehen, weshalb Sie einen Arzt konsultieren sollten, wenn Sie beunruhigt sind. Nur „Kontrolle des Fiebers“ kann Symptome verschleiern und dadurch zu einer verzögerten Diagnose von ernsteren Erkrankungen führen (12).

FRAGE: Was ist mit Fieberkrämpfen? ANTWORT: Randomisierte Studien haben gezeigt, dass herkömmliche Antipyretika (fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol und Ibuprofen) einfache Fieberkrämpfe nicht verhindern (13)(14)(15). Etwa 5% aller Kinder neigen zu Fieberkrämpfen im Alter zwischen 6 Monaten und 6 Jahren. Fast alle entwachsen ihnen, ohne Entwicklungsfolgen. Fieberkrämpfe sind kaum vermeidbar, aber zum Glück sind einfache Fieberkrämpfe nicht gefährlich, obwohl sie beängstigend sind (8). Epilepsie ist eine andere Sache: Einige epileptische Anfälle werden besser mit Fieber und andere verschlimmern sich.

Frage: Muss Fieber mit Antipyretika behandelt werden? Antwort: Nein. Antipyretika (fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol und Ibuprofen) sind Arzneimittel, die das Gehirn dazu veranlassen, die Fieberreaktion zu unterdrücken. Obwohl viele Krankenhäuser und Praxen dies noch nicht in die Praxis umgesetzt haben (16), besteht ein breiter wissenschaftlicher Konsens darüber, dass die potenziellen Vorteile der fieberhaften Reaktion und die Risiken der Anwendung von Antipyretika gegen die Unannehmlichkeiten einer Minderheit (8)(5) miteinander abgewogen werden müssen. (Siehe unten für weitere wissenschaftliche Fakten).

FRAGE: Fieber muss immer mit Antibiotika behandelt werden? ANTWORT: Nein. Antibiotika sind Medikamente, die Bakterien vergiften und sie entweder direkt töten oder verhindern, dass sie sich vermehren. Fieberhafte Infektionen sind viel häufiger durch Viren als durch Bakterien verursacht, und Antibiotika sind keine Hilfe gegen Viren. Sogar viele bakterielle Infektionen können ganz gut durch das Immunsystem ohne den Einsatz von Antibiotika überwunden werden. (Und das geht am besten, wenn man das Fieber nicht unterdrückt, wie man an folgendem Experiment mit Kaninchen sehen kann: Wenn Pneumokokken Typ III Bakterien unter die Haut von Kaninchens gespritzt werden, entwickelten sie hohes Fieber und eine eitrige Entzündung an der Einspritzstelle, nach wenigen Tagen waren die Kaninchen wieder gesund – ohne Antibiotika. Unterdrückte man bei diesen Kaninchen jedoch das Fieber, konnten sie sich nicht mehr gegen die Bakterien ausreichend wehren und starben an einer durch die Bakterien bedingten Blutvergiftung (Sepsis) (17)).

FRAGE: Einige Ärzte haben uns gesagt, dass wir unser Kind bei Fieber entkleiden sollten, also wem sollen wir glauben – können Sie ihre Aussage, dass Kinder im Fieberanstieg Wärme brauchen, begründen?

ANTWORT: Denken Sie nur: Das Wärmeregulationszentrum im Gehirn Ihres Kindes sagt, dass der Körper Ihres Kindes wärmer werden sollte um die Viren oder Bakterien besser zu bekämpfen, und Sie entkleiden Ihr Kind. Nun wird das Gehirn dem Körper sagen „jetzt arbeite noch stärker an der Wärmeerzeugung“: das Kind wird sich kalt und unwohl fühlen und vielleicht sogar anfangen zu zittern. Wenn Sie hingegen Ihr Kind erwärmen, wird das Gehirn sagen: „Alles ist gut, die Temperatur steigt, keine Notwendigkeit, noch mehr Druck zu machen“. Und das Kind wird sich wohl fühlen. Tierversuche zeigen, dass es Tieren in wärmeren Umgebungen besser geht, wenn sie fiebern (5,18).

FRAGE: Wann sollte wir unser Kind warm Baden? Beginn oder Mitte des Fiebers? ANTWORT: Ein Bad ist ein wenig heikel, wenn ein Kind Fieber hat. In der Regel ist ein Kind einfach warm zugedeckt im Bett besser versorgt.

FRAGE: Was ist mit den Medien? Warum sollten fiebrige Kinder nicht Fernsehen oder Youtube anschauen? Die meisten Leute denken, es ist in Ordnung. ANTWORT: Schauen Sie sich selbst Zeichentrickfilme an, wenn Sie Fieber haben und versuchen Sie nachzufühlen ob dies das Beste für Sie ist. Ihre Augen geschlossen zu halten oder zumindest nicht zu belasten wird Ihnen höchstwahrscheinlich angenehmer vorkommen. Dieser Instinkt wird von einem faszinierenden Zeichentrickfilm überschrieben, aber das ist nicht zum Wohl Ihres Kindes. Die unbewusste Verarbeitung der 8-50 Bilder pro Sekunde eines Films ist nicht gerade das, was Ihr Gehirn braucht, wenn Sie Fieber haben. Und natürlich sind Median kein Ersatz für eine liebevolle Zuwendung. Abgesehen von der neurosensorischen Belastung und der hypnotischen Natur der Bildschirme, die zu einer schlechten neuromotorischen Entwicklung führen, sind der Inhalt und die Qualität der meisten Zeichentrickfilme für Kinder nicht hilfreich. Dies ist auch die Botschaft der American Academy of Pediatrics (19) (auch für Kinder ohne Fieber!): • Für Kinder, die jünger als 18 Monate sind, sollten Sie keine anderen Bildschirmmedien als Video-Chats (z.B. mit entfernten Großeltern) verwenden. Eltern von Kindern zwischen 18 und 24 Monaten, die digitale Medien einführen möchten, sollten qualitativ hochwertige Programme wählen und sie immer gemeinsam mit ihren Kindern anschauen, damit sie verstehen, was sie sehen. • Für Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren, sollten Sie die Zeit vor Bildschirme auf ein Maximum von 1 Stunde pro Tag beschränken und qualitativ hochwertige Programme auswählen. Eltern sollten Medien immer gemeinsam mit Kindern anschauen, um ihnen zu helfen zu verstehen, was sie sehen. • Für Kinder ab 6 Jahren ist es ratsam, die Medien- und Medientypen konsistent einzuschränken und darauf zu achten, dass die Medien nicht an die Stelle eines ausreichenden Schlafes, der körperlichen Aktivität und anderer gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen treten. • Gestalten Sie medienfreie Zeiten, wie zum Beispiel Abendessen oder Fahrten, sowie medienfreie Orte zu Hause, wie z. B. Schlafzimmer. • Hier ist einer guter Link zum Umgang mit Medien in der Kindheit: https://www.kinderaerzte-im-netz.de/media/57207560b49d380bc500932f/source/medienmundigkeit..pdf

FRAGE: Einläufe werden in vielen Ländern eingesetzt, sind sie empfehlenswert? ANSWER: Einläufe können fiebrige Beschwerden, Verstopfung und Austrocknung (Dehydratation) lindern. Einläufe müssen kritisch gesehen werden und sind nur in entsprechend gesicherten Umgebungen akzeptabel, doch Familien, die gelernt haben, mit Einläufe umzugehen, müssen ihre kleinen Kinder fast nie in die Klinik zur intravenösen-Rehydrierung bringen, so dass Einläufe in der Dritten Welt und entlegenen Gebieten sehr wichtig sind (20). Ein warmer Einlauf von ca. 35 bis 37 °C mit Wasser (Säuglinge 50-100 ml, Kleinkinder bis 200 ml, alternativ kann eine Elektrolytlösung, wie sie in Apotheken zur oralen Rehydrierung von Kindern mit Durchfall eingesetzt wird, im Einlauf eingesetzt werden (zB Oralpaedon® neutral)) stabilisiert die Zirkulation, vor allem bei kleinen und wenig trinkenden Kindern, und reduziert die Temperatur langsam und mild. Entsprechende 220 ml Gummi-Einlauf-Ballens gibt es in der Apotheke oder über das Internet (6,7).

FRAGE: Aber was ist, wenn wir wollen, dass das Fieber nach unten geht? ANTWORT: Infektionskrankheiten gehen in der Regel nicht schneller, wenn das Fieber gesenkt wird (obwohl Sie sich vorübergehend besser fühlen können). Im Gegenteil, viele wissenschaftliche Studien zeigen, dass die Infektionskontrolle bei 39 bis 41 °C wirksamer ist als bei 37 °C. In etwa 97% der Fälle sind natürliche Heilmittel ausreichend (6,7,21–25). Ich habe jedoch einen Patienten, der mit einem Hirndefekt geboren wurde und bei hohen Temperaturen immer reichlich erbricht. In diesem Fall verwende ich konventionelle Antipyretika.

Frage: Wie sollte man herkömmliche Antipyretika (fiebersenkende wie Paracetamol oder Ibuprofen) verwenden? ANTWORT: Beachten Sie, dass Kinder in den meisten Fällen keine konventionellen Antipyretika brauchen und nicht langfristig davon profitieren. Also zuerst versuchen, andere Mittel, damit sich Ihr Kind sicher und komfortabel fühlen kann. Herkömmliche fiebersenkende Arzneimittel (Paracetamol oder Ibuprofen) können restriktiv verabreicht werden, um Schmerzen oder Unannehmlichkeiten (ungeachtet des Fieberniveaus) zu lindern. Für Kinder ist Ibuprofen sicherer als Paracetamol. Nach einem Antipyretikum schwitzt das Kind möglicherweise und die Körpertemperatur sollte abkühlen, das Kind fühlt sich vorübergehend vielleicht weniger krank als es ist, und nach etwa 6 bis 8 Stunden steigt das Fieber wieder mit erneutem Schüttelfrost und verschlechtertem Allgemeinbefinden, sofern die Fieberursache anhält. Diese Unterbrechung des natürlichen Verlaufs der Krankheit und das Auf- und Absteigen der Temperatur, die durch die Verabreichung der Antipyretika verursacht wird, kann eine zusätzliche Belastung für Ihr Kind und sein Immunsystem sein. Bitte beachten Sie, dass dieser Kurs zu erwarten ist und begleiten Sie Ihr Kind entsprechend (aufdecken, wenn die Temperatur sinkt und zudecken wieder, wenn sie steigt).

FRAGE: Können Sie weitere wissenschaftliche Fakten liefern?

ANTWORT: Anbei einige Fakten zum Fieber:

Fieber birgt als evolutionär hoch konservierte Wirtsreaktion Vorteile für das Überleben und die Heilung. Fieber ist eine Komponente der Akute-Phase-Reaktion, einer komplexen physiologischen Reaktion als Antwort auf Erkrankungen und Verletzungen, die einen Zytokin-mediierten Anstieg der Körperkerntemperatur mit sich bringt, die Produktion von Akute-Phase-Proteinen anregt und verschiedene physiologische, endokrinologische und immunologische Effekte anstößt (26). Obwohl eine erhöhte Körpertemperatur mit einem gesteigerten Energieverbrauch einhergeht (steigt die Körpertemperatur um 1 °C, erhöht sich der Grundumsatz bei Warmblütern um 10–12,5 % (27)), ist Fieber als wichtiger Mechanismus bei der körpereigenen Reaktion auf Verletzungen und Infektionen bei Fischen, Amphibien, Reptilien, Vögeln, Säugetieren und vielen Wirbellosen, bspw. Insekten, etabliert (28). Sogar wechselwarme Tiere suchen bei einer Infektion nach äußeren Wegen, um ihre Körpertemperatur zu erhöhen, und ihre Mortalität steigt, wenn sie daran gehindert werden (29). Studien geben Hinweise für schädliche Auswirkungen fiebersenkender Maßnahmen bei Säugetieren und Menschen (16)(30)(31)(32)(33). Der protektive Effekt von Fieber gegenüber Krankheitserregern ist Folge einer variablen Kombination von thermischen Effekten (34) und der Steigerung der humoralen (35) und zellulären (36) Abwehr. Vom Standpunkt von Immunität und Überleben aus betrachtet, bietet Fieber – mit wenigen Ausnahmen (34) – einen adaptiven Vorteil (37). Studien über Malaria (32), Windpocken (31) und induzierte Rhinovirus-Infektionen (38) deuten darauf hin, dass sich die Rekonvaleszenz verzögert, wenn das Fieber gesenkt wird. Fieber ist mit einer geringeren Mortalität bei gramnegativer Bakteriämie assoziiert (39). Die Sterblichkeit ist bei hospitalisierten älteren Patienten mit ambulant erworbener Pneumonie (community aquired pneumonia) 7-mal geringer, wenn Fieber und Leukozytose auftreten (40).

Abgesehen davon, dass antipyretische Maßnahmen Vorteile von Fieber unterdrücken, birgt die pharmakologische Senkung von Fieber eigene Risiken: Ein Review, das durch Vertreiber von Ibuprofen finanziert wurde (41), konnte nicht überzeugend widerlegen, dass Ibuprofen das Risiko für nekrotisierende Fasziitis, ausgelöst durch Bakterien aus der Gruppe der A-Streptokokken (GAS) nach Windpocken oder Herpes zoster, erhöht (42)(43)(44)(45). Bei Mäusen, die mit A-Streptokokken geimpft wurden, fanden sich größere Wundflächen sowie eine höhere Sterblichkeit, wenn sie Ibuprofen erhalten hatten (46). Es gibt zunehmend Evidenz dafür, dass Ibuprofen bei Patienten mit Atemwegserkrankungen oder Pneumonie die Ausbildung eines Empyems und komplizierte Verläufe begünstigt und zwar sowohl im Kindes- (47)(48)(12)(49) als auch im Erwachsenenalter (50). Dies könnte eventuell durch eine Modifikation der Funktion von neutrophilen Granulozyten und Alveolarmakrophagen (Chemotaxis, Adhäsion, Aggregation, Degranulation (51)), die Inhibition der Prostaglandinsynthese und ggf. zusätzlich durch die Verschleierung subjektiver Symptome und die daraus folgende Verzögerung von Diagnose und Therapie, erklärt werden. Die Korrelation zwischen steigenden Verkaufszahlen von Ibuprofen basierten Medikamenten für Kinder und komplizierten Pneumonien in Frankreich könnte darauf begründen (48), wenngleich eine Kausalität in beide Richtungen denkbar ist. Weitere Risiken, die mit der Anwendung von Antipyretika assoziiert sind, umfassen systemische Reaktionen, Asthma (im Speziellen bei Paracetamol (52)(53)(54)(55)), gastrointestinale Komplikationen und Appetitlosigkeit, (56), Leukopenie (bei Ibuprofen) (57), Schädigung der Leber (Paracetamol) (58), Überdosierung (Paracetamol) (58) und, wenn auch sehr selten, Anaphylaxie (59)(60) (wobei die anaphylaktische Reaktion teils durch andere Substanzen wie Mannitol induziert werden könnte (61)).

Die Unterdrückung der Symptome der Akute-Phase-Reaktion und die schwach euphorisierende Wirkung von Antipyretika führen zu vermehrter Interaktion mit anderen Menschen und einer gesteigerten und verlängerten Freisetzung von Viren (Shedding), wie durch Studien am Menschen (62) und im Tierversuch an Frettchen (63) bestätigt wurde. Auch ein rezent entwickeltes mathematisches Modell weist darauf hin, dass Übertragungsrisiko und Mortalität durch die Einnahme von Antipyretika gesteigert werden (64). Wird außerdem berücksichtigt, dass die akzidentelle Überdosierung von Paracetamol in den USA mehr als 100 Tote pro Jahr fordert (58), drängt sich die Frage auf, wie viele Leben gerettet hätten werden können, wenn Wissenschaftler eine positive Einstellung zu Fieber bereits früher verbreitet hätten (Die „Kindersprechstunde“ ist seit Jahren ein Bestseller im deutschsprachigen Raum, wurde aber erst kürzlich ins Englische übersetzt (7)). (Adaptiert von (5)).

Literatur

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